Life-Dating-Balance

In den letzten Wochen als Single ist mir eine Sache ganz besonders aufgefallen: die Life-Dating-Balance, die bei vielen Männern alles andere als ausgeglichen ist.

Was genau ich unter der Life-Dating-Balance verstehe ist folgendes: die Zeit, die man für Dates und daraus eventuell resultierende Beziehungen hat, im Gegensatz zur Zeit, die man für sein Leben im Alltag hat. Mit gesundem Menschenverstand betrachtet, sollten Männer die Daten und auf der Suche nach einer Zwischenmenschlichen Beziehung sind, eigentlich auch die Zeit dafür haben. In der Realität betrachtet, trifft das sehr oft gar nicht zu. Ich spreche hier von reellen Zahlen und Erfahrungen aus meinem direkten Umfeld.

Zum Beispiel treffen sich Mann und Frau über ein Online-Portal. Der Mann sagt zum Anfang deutlich er suche etwas festes, woraufhin die Frau, die auch etwas festes sucht, sich auf ein Date einigt. Das erste Treffen läuft sehr gut, der Mann spricht von einem weiteren, aber macht keinen Tag aus. Auch nicht nach einem Tag, nicht nach zwei und nicht nach drei und vier Tagen. Die Frau muss nachhaken, fühlt sich bereits unsicher, weil es nicht den Anschein macht, als hätte der Mann wirklich Interesse. Nach zwei Wochen, schafft es der Mann endlich mal einen Abend Zeit zu finden. Und so geht es die nächsten Wochen immer weiter. Da frage ich mich: warum zum Teufel Daten solche Männer und geben vor auf der Such nach einer Beziehung zu sein? In ihrem ach so vollgestopften Alltag mit so vielen ach so wichtigen Terminen ist kein Platz, um die Frau überhaupt erst einmal kennenzulernen.

Ein anderes Beispiel: Man und Frau treffen sich. Im Vorfeld sagt Mann, er suche was festes. Erstes Treffen läuft super, das zweite auch. Sogar so gut, dass beide im Bett miteinander landen. Am Tag darauf meldet sich der Mann nicht oder antwortet nur ganz sporadisch. So geht es weitere drei Tage zu, bis er urplötzlich sagt: „Ich weiß nicht was ich will, es ging alles so schnell.“ Und jetzt kommt der Oberknaller: „Wir haben uns auf einmal so gut verstanden. Eigentlich will ich mich gar nicht verlieben, weil ich ab Februar weg bin und eh ins Ausland will.“ Ernsthaft?

Wo ist denn da der Sinn?! Wie soll man als Frau mit so einem Verhalten umgehen? Wir können die Hoffnung auf einen festen Freund gleich aufgeben, wenn gefühlt 90% der Männer keinen Platz für eine Frau in ihrem Leben schaffen, oder ihnen aus heiterem Himmel einfällt, dass sie ja eigentlich bald um die Welt reisen. Natürlich bin ich wieder sehr dramatisch, aber ich erlebe das wirklich sehr oft und ich verstehe es nicht.

Wenn man von vornherein klärt, dass es sich nur um etwas lockeres handeln muss, weil das Leben andere Pläne vorsieht, dann kann man sich darauf einstellen. Klar, es kann immer anders kommen, als geplant, aber dennoch haben wir so die Möglichkeit zu entscheiden, ob uns diese Art von Beziehung ausreicht, oder ob wir auf jemanden warten der wirklich etwas festes will und freie Kapazitäten hat. So werden wir immer wieder enttäuscht und verlieren irgendwann die Lust auf Dates oder sogar noch schlimmer, den Glauben daran einen passenden Partner zu finden. Es gibt nämlich Frauen, die nehmen sich so etwas zu Herzen und reden sich ein, es müsse etwas mit ihnen nicht stimmen, wenn das Interesse beim Mann nie über Sex oder wenige Treffen hinausgeht.

Ich suche noch nach einer Erklärung, falls es überhaupt eine gibt. Vielleicht wisst ihr ja mehr oder habt auch schon ähnliche oder gleiche Erfahrungen gemacht. Ich freue mich über jeden Austauscht 🙂

xoxo, Pauli

 

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