Wo ist die Romantik geblieben?

Oh, sie liegt da auf dem Müllhaufen, den wir „Erwartungen“ nennen.

Fällt nur mir das auf oder geht es euch genauso? Mit zunehmendem Alter verfliegt die Romantik. Es gibt keine Schmetterlinge im Bauch, keine extreme Aufregung mehr vor den Treffen, kein „ich vermisse ihn, obwohl ich ihn vor 3 Stunden das letzte Mal gesehen hab“. Wir lernen Männer kennen, zum Beispiel im Internet, und entscheiden ganz rational, ob es passt oder nicht. Stimmt die Chemie während des Schreibens, trifft man sich. Man spricht vielleicht über Lebensvorstellungen und entscheidet dann auch wieder ganz rational, ob es passt oder nicht. Wenn es weiterhin gut läuft, trifft man sich erneut und schläft das erste Mal miteinander. Ist der Sex gut gibt es weitere Dates, ist er schlecht wird der Kerl abgeschossen. Das hat doch nichts mehr mit Liebe oder Romantik zu tun?! Ich sträube mich dagegen, weiterhin so vorzugehen. Nö, nö, nö.

Ich will verliebt sein, so richtig doll verliebt. So verliebt, dass ich das Gefühl habe, ich würde auf Wolke 7 schweben. Ich möchte vor einem Date so aufgeregt sein, dass ich kurz davor bin zu brechen. Eine Berührung von ihm, soll sich wie Feuer auf meiner Haut anfühlen und ein Kuss soll mich zum dahinschmelzen bringen. Ich möchte alle meine Freunde nerven und ihn vermissen, sobald wir 5 Minuten lang voneinander getrennt sind. Kurz gesagt: ich möchte so richtig verrückt-verliebt sein.

Die Art wie wir mittlerweile auf Verabredungen gehen oder Männer kennenlernen ist so emotionslos. Nicht unsere wahren Gefühle sind Entscheidungsträger, sondern Anforderungen, die wir in unserem Kopf haben. Natürlich habe auch ich gewisse Anforderungen, aber irgendwo muss man doch auch flexibel und kompromissbereit sein? Wir gehen ins Kino und nach der Filmvorstellung wird der Film diskutiert. Wo sind die Zeiten hin, in denen man sich heimlich an der Hand berührt hat? In denen der Film und die Rezension danach zweitrangig war und nur die Nähe gezählt hat?

Auch bei Mr.Korb, dem Mann den ich zuletzt gedatet habe, war es nicht anders. Es war alles so rational. Klar habe ich ihn sehr gemocht und konnte mir etwas Festes vorstellen, aber es war eher die Vorstellung davon, wie es sein könnte, als die tatsächliche Realität, die mich so hat empfinden lassen. Er war ein eigenständiger Mann, der wusste was er will, lieb ist und Manieren hat. Das sollten doch aber nicht die ausschlaggebenden Gründe sein, sich zu verlieben. Es sollten Gefühle sein, die sich entwickeln und die uns rasend machen vor Verlangen. Und ich meine nicht zwangsläufig das Verlangen nach Sex, sondern schlichtweg nach der anderen Person. Der Wunsch alle Gedanken und Wünsche zu erfahren und mit dem Menschen auf emotionaler Ebene zu verschmelzen, dieser Wunsch sollte den anfänglichen Verlauf einer Beziehung bestimmen. Männer, die gut auf dem Papier sind, finden wir wahrscheinlich an jeder zweiten Ecke. Aber Männer, die unsere Herzen berühren und uns auf eine romantische Weise verrückt machen, die finden wir nicht, indem wir unsere Lebensläufe vergleichen. Auf diese Männer müssen wir uns einlassen, wenn sie uns begegnen. Auch wenn der Gedanke beängstigend ist, weil wir nicht wissen, ob wir da wieder heil rauskommen, ist das der einzige Weg wieder etwas mehr Romantik in unser Leben zu bringen und wirklich aus tiefstem Herzen zu fühlen und im besten Falle zu lieben.

Mein Fazit: seid offen für Männer, die nicht dem Wunschprofil aus eurem Kopf entsprechen, sondern die euer Herz berühren.

Liebster Award..

… nur ein wenig anders.

Ich wurde von der lieben Bloggerin M.  für den Liebster Award nominiert und mache selbstverständlich sofort mit 😀 Allerdings muss ich etwas schummeln, weil ich keine 5 Blogger habe, die ich nominieren kann. Ich lese nämlich größtenteils nur amerikanische Blogs oder die Blogger wurden bereits nominiert. Aber ich möchte die Fragen von M. gerne beantworten, also tue ich es einfach.

Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Der erste Blog, den ich gelesen habe war von Monika und so fand ich immer wieder neue Blogs und irgendwann dachte ich mir, hey fang doch auch einfach an zu bloggen, denn du schreibst so gern. Ich habe schon vor Jahren das erste Mal angefangen zu bloggen, aber war nie wirklich zufrieden, auch nicht mit den Themen über die ich gebloggt habe. Jetzt habe ich meine Sparte gefunden und es macht mir Spaß 🙂

Was inspiriert dich zu deinen Beiträgen?

Vor allem persönliche Erlebnisse, aber auch Erlebnisse die meinen Freundinnen passieren oder andere Publikationen zu den jeweiligen Themen.

Weiss dein Umfeld, dass du bloggst?

Ja, ich mache kein Geheimnis daraus. Aber nur wenige aus meinem direkten Umfeld lesen meinen Blog.

Liest du Beiträge von anderen Bloggern, wenn ja, welche am liebsten?

Ich folge nur wenigen Blogs, aber denen bin ich treu ergeben. Ich lese am liebsten Beiträge über Motivation, Selbstverwirklichung, Reisereviews aber auch leckere Rezepte 🙂

Was tust du, wenn es dir nicht gut geht?

Ich schaue mir meistens eine meiner liebsten Serien oder Filme an. Oft muntert mich das auf. Oder ich heule mich bei einer Freundin aus.

Was ist morgens und abends dein erster/letzter Gedanke?

Okay, im moment ist mein erster Gedanke morgens: ich will nicht aufstehen! Mein letzter am Abend, hmmm das ist schwer. Mir gehen so viele Dinge durch den Kopf, dass ich immer wieder an etwas anderes denke. Meistens aber Gedanken über meine Zukunft.

Wie beginnt für dich ein perfekter Tag?

Ich habe ausgeschlafen und mache mir zunächst einen Kaffee. Es gibt ein leckeres Frühstück, wenn möglich mit Spiegelei und Speck auf einem Toast *.* und ich schaue mir entweder YouTube-Videos an oder eine Folge von der Serie, die ich dann zu der Zeit am liebsten gucke.

Was würdest du gerne ausprobieren?

Ich würde gerne mal alleine verreisen. Ich weiß nicht, ob ich mich einsam fühlen oder es genießen würde ganz alleine die Welt zu erkunden.

Was tust du in deiner Freizeit?

Ich liebe es zu lesen, Animes, Filme und Serien zu gucken oder mit meinen Freunden zusammen zu sitzen und über alles Mögliche reden. Die Zeiten, in denen ich viel Feiern war sind vorbei und ich ziehe einen gemütlichen Abend in kleinem Kreise der wild kreischenden und tanzenden Menge in Clubs vor.

Wohin würdest du am liebsten auswandern und warum?

Wenn ich auswandern würde, dann nach Amerika. Für mich ist es immer noch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und ich mag die Mentalität der Amis. Zumindest in einigen Bundesstaaten 😉 New York ist für mich eine faszinierende Stadt und auch Los Angeles zieht mich magisch an. Aber fürs Erste genügt es mir, wenn ich dort Urlaub machen kann 😛

Was würdest du tun, wenn du im Lotto gewinnen würdest?

Zunächst würde ich mein Geld sehr gut angelegen. Ich würde meine Wohnung schön einrichten (neue Küche ect.) und meiner Mama eine kleine Wohnung in Brasilien kaufen. Für meine Geschwister würde ich Geld anlegen, damit sie in Zukunft keine finanziellen Probleme befürchten müssen. Und dann würde ich reisen. Um die ganze Welt. Nach Japan, Australien, Amerika, Thailand, Afrika. Das sind die Länder, die ich unbedingt mal bereisen will.

 

 

Struggle for love

Vielleicht kennt ihr den Begriff „Struggle for live“ aus der Biologie. Es heißt so viel wie, der Kampf um Nahrung, Raum und Partner zur Fortpflanzung. Ich finde, man kann diesen Kampf auch auf die Liebe übertragen. Ob Frau oder Mann, den richtigen Partner zu finden ist heutzutage einfach hart. Das Online-Dating hat die Weltherrschaft an sich gerissen und all diejenigen, die damit nichts anfangen können sind scheinbar hoffnungslos verloren. Der Kampf hat sich von der Realen in die Digitale Welt verlegt und wir müssen mitziehen, sonst bleiben wir allein und sterben einsam. Nun gut, so tragisch ist das ganze wahrscheinlich nicht, aber ich frage mich: was ist mit dem guten, alten von Angesicht zu Angesicht geworden? Schüchterne Blicke, die man sich zuwirft. Ein Lächeln. Das Hin und Her in unserem Kopf, weil wir uns nicht trauen den ersten Schritt zu wagen und die auserwählte Person anzusprechen. Neulich war ich mit meiner Freundin in einer Bar in einem Park und es wimmelte nur so vor Leuten. Aber potentielle Lover oder mehr? Keine Chance. Wozu sich die Mühe und den Stress machen jemanden anzusprechen, wenn man doch online nach links oder rechts switchen kann. Wir können uns sofort dazu entscheiden jemanden abzuschieben und müssen uns dafür nicht rechtfertigen. Es scheint ein unbezwingbarer Kampf geworden zu sein. Zumindest für mich. Dieses ganze Tinder-Gedöns ist ermüdend und deprimierend. Ich will die Männer vor mir sehen. Nur anhand von Fotos und paar Nachrichten kann ich nicht sagen ob ich den Kerl toll finde, oder ob es sich um den Bruder von Lord Voldemort handelt. Und die meisten Dates sind erfahrungsgemäß ein Flop. Wieso tun wir uns das an? Ist die Menschheit feige geworden? Oder nur faul? Es wird Sommer, geht raus und macht euch echte Chics klar, Männer! Wir wollen das! Wir finden das besser, als immer nur online nach unserem Äußerem beurteilt zu werden. Nur weil Frauen emanzipiert sind, heißt es nicht, dass ihr euch verhalten dürft, als hättet ihr noch nie etwas von Manieren oder Anstand gehört. Das gleich trifft auf Frauen zu. Nur weil wir emanzipiert sind, heißt es doch nicht, dass die Männer keine Gentlemänner mehr sein und um uns werben dürfen? Welche Verrückte da draußen verbreitet dieses Gerücht? Als erwachsene Person, die mit beiden Beinen fest im Leben steht, hat man es wirklich schwer einen potentiellen Partner zu finden. Der Alltag und die Routine in der sich viele befinden, die nicht unbedingt einen Beruf haben der es ihnen möglich macht andauernd neue Leute zu treffen, machen den Kampf noch schwerer. Die Freunde der Freunde kennt man bereits, die Arbeitskollegen taugen nichts und beim Sport wimmelt es nur so von Proleten. Online-Dating scheint die einzige Möglichkeit zu sein überhaupt jemanden kennenzulernen. Ich will die Hoffnung jemandem besonderen auf natürlichem Wege zu begegnen nicht aufgeben.

Wie ist das bei euch? Teilt ihr meine Meinung oder findet ihr Dating-Apps toll? Habt ihr eure bessere Hälfte vielleicht schon gefunden, wenn ja wie?

Ich freue mich über alle Geschichten, die ich zu lesen bekomme 🙂

Lebenshelfer #1

Ich liebe Bücher aller Art. Dazu gehören auch die verschiedensten Lebensratgeber, ob zum Thema Beruf, Kommunikation, Beziehungen oder Sex. Sobald ich die Zeit habe, verschlinge ich solche Werke nahezu. Jeder von uns benötigt mal einen gut gemeinten Rat, der vielleicht nicht unbedingt aus dem engsten Freundes- oder Familienkreis kommt. Manchmal muss eine Meinung von Außen kommen, um uns den nötigen  Anschub für was auch immer zu geben. Klar gibt es auch weniger ratsame Bücher und dann wiederum welche, die euer Leben verändern können. Heute stelle ich euch eines von den wirklich, wirklich richtig guten vor.

Rob Symington, Dom Hackmann und Mikey Howe sind Gründer von Escape the City, einer Community, die Menschen hilft aus ihren öden und tristen Jobs zu entfliehen und etwas neues und erfüllendes zu beginnen. Zu diesem Zweck haben sie auch das Buch „Das Escape Manifest – Das Leben ist kurz. Steigen Sie aus. Kündigen Sie. Fangen Sie etwas neues an“ geschrieben. Ich sage euch, ich habe es verschlungen! Dieses Buch ist so voller Inspirationen und hat mich in meinem Wunsch, aus meinem langweiligen Bürojob auszusteigen, extrem motiviert.

Es beinhaltet verschiedene Tipps und Methoden, die man anwenden kann, aber auch viele Erfahrungsberichte von Menschen, die es geschafft haben und mittlerweile mit dem was sie tun glücklich sind. Wir leben in einer Zeit, in der es möglich ist, das scheinbar Unmögliche zu schaffen. Es gibt verschiedene Wege, um an unsere Ziele zu gelangen, nur muss man sich die Zeit nehmen und den Mut, diese Wege genauer zu betrachten und sich klar zu machen, das einige Steine auf uns warten werden, aber es eben nun mal nur Steine sind. Steine kann man aus dem Weg räumen. Manchmal benötigt man die Kraft von Freunden, Familie oder Komplizen, aber es nicht unmöglich.

Besonders wichtig ist, und das merke ich immer wieder, dass wir uns von den Personen, die uns nicht gut tun trennen müssen. Umgebt euch mit Gleichgesinnten, mit positiv denken Menschen, die euch unterstützen und nicht nur rumnörgeln und euch einreden es ist zu unsicher usw.

Das Buch sagt euch nicht, dass ihr alles stehen und liegen lassen und euch planlos ins Abenteuer stürzen sollt. Es behandelt auch Aspekte wie zum Beispiel Finanzen. Ich kann euch nur ans Herzen legen – wenn ihr unzufrieden seid und einen ersten Anschub braucht- lest dieses Buch.

Escape Manifest 2

3 Monate Single – Fazit

Ein viertel Jahr bin ich „schon“ Single und erst jetzt fühle ich mich so richtig wie einer. Ich bin in der Single-Wert angekommen. Gemerkt habe ich es, als ich das Date mit dem Sportjunky hatte, von dem ich euch im letzten Beitrag berichtet habe. Er hat einen witzigen Eindruck gemacht, also habe ich alle Bedenken über Bord geworfen und mich mit ihm getroffen. Was soll ich sagen? Nach diesem Date hat mich die Realität hart getroffen. Es war nicht überaus schlecht, aber ein zweites wird es definitiv nicht geben. Es hat einfach nirgends so richtig gepasst. Und da kam mir die Erkenntnis: ich werde sehr wahrscheinlich noch so einige miese Dates haben. Willkommen in der Wirklichkeit! Denn genau so sieht ein stinknormales Single-Leben nun mal aus. Man hangelt sich von einem zum nächsten Date, bis irgendwann hoffentlich Mister Right dabei ist. Aber das ist okay. Mir geht es gut. Manchmal, so wie jetzt gerade, überkommt mich ein klein wenig die Einsamkeit. Dabei will ich mich nach meinen krippligen drei Monaten gar nicht beschweren! Es ist einfach eine Umstellung, an die ich mich erst noch gewöhnen muss. Die anfängliche Euphorie, dieses Ich-kann-jetzt-die-Welt-erobern-Gefühl ist verflogen und damit muss man umzugehen wissen. Ich bin gerade dabei rauszufinden wie das geht. Als dauerhafte Predigerin von Ich-kann-auch-ohne-Mann sollte ich mit gutem Beispiel vorangehen, denn ich kann natürlich auch ohne Mann! Jetzt ist die Zeit, um Träume und sich selbst zu verwirklichen. Nutze die Freiheit und sei kreativ! Mach endlich das, wozu du in einer Beziehung bisher nicht in der Lage warst! Und für deine Bedürfnisse, such dir einen Toy Boy! (Kennt ihr übrigens den Film mit Ashton Kutcher? Wirklich toll!) Dieses Mantra sage ich mir im Geiste immer wieder auf. Ich überlege sogar im Sommer vielleicht eine Woche nur mit mir selbst in den Urlaub zu fliegen. Ob ich den Arsch dazu in der Hose habe? Ich weiß es nicht. Aber mich beschleicht das Gefühl, dass es mir gut tun würde.

In den nächsten zwei Wochen stehen meine Abschlussprüfungen an. Und im Juli mein Geburtstag. Ich werde 27. Ein 27-jähriger Single. Nein, falsch: ein 27-jähriger glücklicher Single! Schließlich habe ich immer noch mich und ich bin ja wohl der Burner, oder nicht?!

An alle Single-Ladys da draußen, die momentan genauso empfinden: die Beziehung die ihr mit euch habt, sollte die sein, die eure Priorität ist. Der passende Mann dazu kommt von ganz allein. Lasst uns zusammen-alleine glücklich sein!

Next!

Heute erst ist mir wieder besonders aufgefallen, wie schnell wir mögliche Partner beim Online-Dating aussortieren. Oder mach nur ich das so? Wenn wir keine Lust mehr zum Schreiben verspüren, können wir die Person einfach Löschen oder Blockieren. Es geht so einfach, dass man sich meistens erst gar nicht die Mühe macht, sich intensiver mit dem Menschen auf der anderen Seite der Wlan-Verbindung zu beschäftigen. Vor allem dann nicht, wenn es schon die kleinsten Anzeichen für ein „das wird doch eh nichts“ gibt. Ich gebe euch ein Beispiel: neulich habe ich mit einem Kerl geschrieben, der zunächst sehr nett gewirkt hat. Problem Nr. 1: er studiert Sport und treibt selbstverständlich auch in seiner Freizeit sehr viel Sport, was an sich ja eine tolle Sache ist, aber welcher Gedanke kommt mir gleich in den Sinn?!

„Der ist bestimmt so ein Gesundheitsfanatiker, trinkt nie Alkohol und verzieht das Gesicht, wenn du im Suff mal eine qualmen willst“.

An seiner Lebensweise ist absolut nichts verwerfliches, aber in meinem Kopf ist dieser Film den ich schiebe, indem wir darüber diskutieren, wie viel ich trinke und wozu ich, wenn ich eigentlich gar nicht rauche, unbedingt eine rauchen muss, wenn ich trinke. Ist es  abwegig, dass ich mir lieber jemanden wünsche, der auch mal unhealthy ist? Mit dem ich mich einen ganzen Tag lang nur von Pizza und Coke ernähren kann? Der sich nicht für mich schämt, wenn ich mal stockbesoffen auf einer Party von Freunden einschlafe? Ja, so ein Sporti ist wahrscheinlich nichts für mich. Aber was ist, wenn ich voreilige Schlüsse ziehe  und er gar nicht so kleinkariert ist?

Hier ein weiteres Beispiel: ich habe mit jemanden geschrieben, der momentan in Australien ist und dort Work-and-Travel macht. Großartig! Jemand, der etwas von der Welt gesehen und erlebt hat. Als ich die Frage stellte, was er denn danach vorhat, kam eine ziemlich schwammige Antwort. Er wisse nicht, was er danach mache. Vielleicht noch mal verreisen oder etwas eigenes Aufbauen. Was hat mir diese Antwort signalisiert?

„Oh man, der hat keine Ahnung davon, was er mit seinem Leben anfangen will. Am Ende sitzt er zu Hause rum und hofft, das es spannendes passiert oder er geht andauernd halbherzig irgendwelchen Jobs nach.“

Dazu müsst ihr wissen, dass ich extrem faule Menschen nicht leiden kann. Auch ich bin sehr gerne faul und ich kann das sehr gut, aber ich kann nicht damit umgehen, wenn jemand sein gesamtes Leben damit zubringt nur faul zu sein. Ich habe Träume, die ich anstrebe und ich möchte mit jemandem zusammen sein, der auch Träume hat und sie irgendwie verfolgt. Ein Mann ist für mich attraktiv, wenn er mag was er tut und damit erfolgreich ist. Er muss kein krasser Geschäftsmann sein oder sehr viel Geld verdienen. Ich erwarte aber eine gewisse Haltung dem Thema Arbeit gegenüber.. versteht ihr worauf ich hinaus will? Do something with your life, dude! Vor sich hin leben ist ein absoluter Liebeskiller. In meinen Augen. Zudem war er jeden Abend irgendwo etwas trinken und hat mir Nachts (Australienzeit!) geschrieben. Ich hatte eher den Eindruck er macht Travel-and-Drink. Der Kerl hat auch weiter nichts mehr von mir gehört. Die gemeine Bitch in mir hat ihn gleich aussortiert und ich hab ihr ein mentales High-Five gegeben.

Wie viele tolle Männer lassen wir uns nur aufgrund vorschneller Meinungen, die wir uns bilden entgehen? Einerseits bietet uns das Internet genau diese Möglichkeit. Andererseits, wie viele Männer können wir abschieben, ohne das wir den Richtigen versehentlich mit abschieben? Das Risiko ist groß. Uns bleibt in dem Fall nichts anderen übrig, als zu hoffen, dass es mehrere Deckel für einen Topf gibt, ansonsten wären wir ganz schön arm dran.

Wie handhabt ihr das mit dem Online-Dating?

Tinder 2

Bis zum nächsten Mal!

 

 

Glückivation

Glückivation? Was soll’n das sein? – Meine beiden liebsten Zutaten zum Erfolg: Glück und Motivatin – Glückivation. Was ein Wortspiel, nicht wahr? Ich habe besonders in den letzten Wochen festgestellt, dass nicht unbedingt Fleiß immer der Garant für Erfolg ist, sondern eher gute Laune und die daraus resultierende Motivation. Zu Beginn meiner „neuen“ Schulzeit war ich sehr glücklich den Schritt gewagt zu haben und dementsprechend motiviert. Die ersten guten Noten kamen ins Haus geflattert, alles lief toll. Mit zunehmendem Ärger in meiner damaligen Beziehung wurde ich immer unglücklicher und meine Motivation ging samt den guten Noten flöten, obwohl ich weiterhin gelernt habe. Weshalb? Ich habe so verbissen versucht mir den Stoff in mein Hirn einzuhämmern, das am Ende kaum etwas wirklich hängen geblieben ist. Die Frustration darüber, hat sich sehr schnell ziemlich breit gemacht und ich steckte fest. Was sollte ich tun? Ganz einfach – wieder glücklich werden! Also hat der Kerl einen Arschtritt gekriegt, ich wieder bessere Laune und – oh Wunder – gute Noten! In meinem Leben ging es die letzten Wochen sehr bunt zu, ich war viel Unterwegs und nehme alles ziemlich gelassen. Trotzdem habe ich bei meinen Klausuren ein gutes Gefühl und keine Angst zu versagen. Das bedeutet nicht, das man sich nicht auf den Hosenboden setzen muss, um etwas zu erreichen! Es ist die Einstellung, die am Ende das gute Ergebnis liefert. Wenn ich gute Laune habe und anfange zu lernen, prägen sich die Themen viel besser ein. Ich verbinde mit dem neu erworbenen Wissen ein gutes Gefühl. Ganz plausibel ausgedrückt: ich lerne, wenn ich gute Laune habe und bin dabei super motiviert! Genauso ist es bei Klausuren. Ich gehe so entspannt wie möglich da ran, bewahre einen kühlen Kopf und drehe nicht bei der ersten Aufgabe, die ich nicht bearbeiten kann durch, sondern lasse die vorerst aus und widme mich einer anderen Aufgabe. Sich vorher schon extremen Druck machen bringt absolut nichts. Und selbst man etwas beim ersten Mal verhaut, was soll’s? Man hat immer die Möglichkeit etwas auszugleichen oder eine Prüfung zu wiederholen. Das werdet ihr aber wahrscheinlich gar nicht müssen, wenn ihr lernt mit guter Laune zu lernen! Vielleicht ist das einfacher gesagt, als getan. Ich selber neige dazu mir besonders im Fach Deutsch Druck zu machen, weil ich ein gewisses Niveau halten will und dieses Fach liebe. Neulich habe ich über zwei Stunden an einer Erörterung gegessen und geglaubt sie wäre durchschnittlich. Als meine Lehrerin mich dann bat diese vor der Klasse vorzulesen, weil sie im 1ser Bereich lag, war ich so verblüfft, dass ich sogar in der Klausur die Erörterung der Analyse vorgezogen habe und ich war total entspannt. Ich habe sogar leise vor mich gesummt, weil es mir so großen Spaß gemacht und ich die Klausur nicht als Arbeit angesehen habe. Wie das ausgegangen ist erfahre ich am Donnerstag und ich bin extrem aufgeregt! Mit dieser neu gewonnen Erkenntnis der „Gkückivation“ werde ich auch an meine Prüfungen im Mai ran gehen. Im Moment schiebe ich noch eine ruhige Kugel, ich hoffe das bleibt so.

Könnt ihr mir zustimmen oder seht ihr das komplett anders? Was ist euer Rezept für Erfolg?

Bis zum nächsten Mal!